Übung: Rettung von Personen aus Altpapiercontainern

Zum Glück nur eine Übung: Zwei Jugendliche, dargestellt durch je eine 75 Kilo und eine 50 Kilo schwere Übungspuppe waren am Morgen des 30. Juni beim Herumklettern in den Altpapiercontainern am TSV-Sportplatz verunglückt und mussten so schonend wie möglich liegend aus den Containern gerettet werden.

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Übung: Rettung einer Person aus Bachverdolung

Ein nicht alltägliche Aufgabe stellte sich der Feuerwehr Reichenbach auf einer Übung am 19. Juni. Eine bewusstlose Person, dargestellt durch eine 75 Kilo schwere Übungspuppe, musste aus der über 300 Meter langen Verdolung der Lauter unter der B47 gerettet werden.

Letzte Anweisungen vor dem Betreten der Bachverdolung

Da in unterirdischen Räumen mit unzureichender Lüftung immer mit giftigen Gasen wie zum Beispiel Kohlenmonoxid (CO) zu rechnen ist, wurde zuerst unter Atemschutz vorgegangen.

Überwachung der Einsatzzeit mit einer Atemschutzüberwachungstafel

Erst nachdem die „Person“ gefunden war und die mitgeführten CO-Warner keinen Alarm gaben, konnten weitere Einsatzkräfte ohne Atemschutz zur Unterstützung der Rettung in die Bachverdolung vorgehen.

Mit der Schleifkorbtrage wird die „Person“ gerettet

Nach der Rettungsübung säuberte die Feuerwehr noch die Staustelle, die sich am unteren Ende der Bachverdolung befindet.

Angespülter Schlamm und Unkraut wird aus dem Bereich der Staustelle entfernt
Staustellen sind ein wichtiger Bestandteil der Löschwasserversorgung, da bei Großbränden das aus dem Leitungsnetz verfügbare Wasser nicht immer ausreicht.

Übung nach FwDV3 und mit Steckleiter

Am Freitag, den 13. 07.2018 trafen sich die Mitglieder der Einsatzabteilung zu einer abendlichen Übung. Der stellvertretende Wehrführer Jan Henrik Humpert hatte diese vorbereitet. Als Übungsobjekt diente das Wohnhaus in der Nibelungenstraße 221 a.

Zunächst rückte der Gerätewagen Nachschub (GW-N) an, um die Wasserversorgung aus dem Unterflurhydrant zum Einsatzobjekt herzustellen. Dabei zeigte sich, dass der zuerst in Anspruch genommene Hydrant defekt war. Der weiter entfernte Unterflurhydrant an der „Hahnenbuschstraße“ war dann betriebsbereit. Im Einsatzfall wären hierbei wichtige Minuten verloren gegangen! Der Wasserdruck wurde mittels Tragkraftspritze (TS) des GW-N verstärkt. Auch hierbei gab es Probleme, da die Batterie für den Anlasser versagte. Mit Muskelkraft und Seilzug konnte die TS jedoch mit Verzögerung gestartet werden.

Währenddessen war auch das Löschgruppenfahrzeug (LF 10/6) angerückt. Dessen Besatzung sicherte die Einsatzstelle, baute die Wasserversorgung zum Einsatzobjekt auf und begann mit dem Löschangriff. Parallel dazu wurde mit der vierteiligen Steckleiter des LF das Anleitern auf der Rückseite des Gebäudes geübt. Da nicht mit Eile vorgegangen wurde, konnte der Gruppenführer des LF die meist jungen Übungsteilnehmer auf die praktischen Möglichkeiten und die damit verbundenen möglichen Probleme hinweisen.

Die Einsatzkräfte des GW-N wurden in einem zweiten Durchgang ebenfalls mit dem Anleitern mittels Steckleiter vertraut gemacht.

Abschließend trafen sich alle Übungsteilnehmer am Objekt. Dabei wurde sowohl das Vorgehen bei der Angriffsübung wie auch das Anleitern noch einmal besprochen. Auf mögliche Gefahren wurde ebenso hingewiesen wie auch Verbesserungsvorschläge aus der Praxis vorgetragen wurden.

Nach ca. 1 Stunde war die Übung abgeschlossen. Nach Abbau, Rückfahrt in das Gerätehaus und Aufrüsten der Fahrzeuge, wurde der gemütliche Teil des Abends mit Grillen und Trinken in Angriff genommen.

Gerade auch bei der Hitze an diesem Tag zeigte es sich, wie notwendig Trinkwasser für die Einsatzkräfte auf den Fahrzeugen ist. Mit voller Einsatzkleidung herrschen in dieser Temperaturen wie in der Sauna, mit entsprechendem Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen.

Übung Technische Hilfeleistung Verkehrsunfall (THVU)

Am 15.04.2018 fand die erste Sonntagsübung bei zunächst trübem Wetter statt. Unter der Einsatzleitung des „frisch gewählten“ stellvertretenden Wehrführers wurde das Thema „Technische Hilfeleistung Verkehrsunfall“ geübt.

Professionell vorbereitet war das Szenario mit einem verunglückten PKW auf der Zufahrt zur Lautertalhalle. Dieser war von der Straße abgekommen und unter einem dort abgestellten LKW-Anhänger eingekeilt.

Angesagt war eine langsame Abarbeitung der Aufgaben, da mehrere Feuerwehranwärter in den einzelnen Löschgruppen vertreten waren. Diesen sollte in abgestuften Arbeitsschritten der Umgang mit den Rettungsmitteln vermittelt werden.

Zunächst fuhr das Löschgruppenfahrzeug LF 10/6 an. Die Aufgabe der Löschgruppe war das Herausziehen des Fahrzeuges unter dem Anhänger mittels Greifzug. Dieser wurde mit Rundschlingen sowohl am LF als auch an der Hinterachse des PKW angeschlagen.

Die Aufgabe des Tanklöschfahrzeuges TLF 20/25 war die Rettung des eingeklemmten Fahrers mittels Rettungsschere und Spreizer. Dazu wurde zunächst das Fahrzeug gegen Wegrollen und Absenken gesichert. Alle Rettungsmittel wurden in einem Bereitstellungsraum griffbereit abgelegt. Der Brandschutz wurde doppelt sichergestellt. Zeitgleich wurde damit begonnen das schwer eingedrückte Dach zu lösen und nach hinten zu klappen. Während der gesamten Maßnahmen wurde der verletzte Fahrer von einem Kameraden betreut.

Abschließend wurden die einzelnen Arbeitsschritte noch einmal durchgesprochen und alternative Vorgehensweisen diskutiert. Auf eventuell im Realfall auftretende Probleme, insbesondere die vielen Airbags und elektrischen automatischen Stellmotoren der Sitze wurde eingegangen. Noch immer haben die wenigsten Fahrzeugführer eine Rettungskarte hinter der Fahrersonnenblende angebracht, die den Feuerwehren bei der Rettung eine große Hilfe wären. Schließlich geht es dabei auch um den Eigenschutz der Einsatzkräfte und der im Fahrzeug befindlichen Personen.

Der stellvertretende Wehrführer dankte den Einsatzkräften für ihre Arbeit und zeigte sich mit der geleisteten Arbeit zufrieden. Nach circa 90 Minuten konnte die Übung beendet werden und nachdem die Fahrzeuge wieder aufgerüstet waren, gab es vom Wehrführer gegrillte Steaks und Bratwürste mit Weck zur Stärkung.

Der Rechner des Vereins und Gruppenführer hatte den Ablauf der Übung fotografisch festgehalten und während des Essens konnten die Kameradinnen und Kameraden die Fotos als Slideshow ansehen.

Menschenrettung zuerst

Dichter Qualm stieg aus allen Ritzen des Daches einer Werkshalle der Firma Röder in Reichenbachs Seifenwiesenweg. Eine Verpuffung bei Elektroarbeiten in der Fahrzeughalle hatte zu einer starken Verqualmung des Gebäudes geführt, in dem sich vier Personen befanden. So die Ausgangslage für die Abschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach, die von interessierten Bürgern beobachtet wurde. Unter der Einsatzleitung von Jan-Henrik Humpert drangen gleich nach dem Eintreffen des Tanklöschfahrzeuges an der Brandstelle Feuerwehrleute unter Atemschutz in den verqualmten Komplex vor, um nach den vier vermissten Personen zu suchen. Eine wurde Dank Wärmebildkamera in einem Wohnwagen entdeckt, eine andere befand sich in einer Arbeitsgrube. Alle vier konnten schnell geborgen und den medizinischen Rettungskräften übergeben werden. Währenddessen gingen die Löschtrupps mit mehreren Strahlrohren daran den Brand zu bekämpfen. Die Mannschaft des zweiten Löschfahrzeuges sorgte mit einer Wasserwand vom Kochengraben aus für die Kühlung des Gebäudes. Versorgt mit Wasser wurden die Löschfahrzeuge über eine Schlauchleitung aus einem Unterflurhydranten im Seifenwiesenweg, die die Mannschaft des Gerätewagens aufgebaut hatte. Eine Multifunktionsleiter kam noch zum Einsatz, da die elektrisch betriebenen Rolltore per Hand geöffnet werden mussten; der Strom wäre im Ernstfall abgestellt worden. Danach konnte der Qualm mit einem Belüfter aus dem Gebäude vertrieben werden.

Eine kurze Manöverkritik erfolgte nach gelungenem Einsatz noch vor Ort. Einsatzleiter Jan-Henrik Humpert war mit der Arbeit seiner Feuerwehrkameraden und –kameradinnen zufrieden. Wehrführer Peter Karn bemängelt vor allem den „mehr als bescheidenen Digitalfunk“, der in Reichenbach nur eingeschränkt funktioniere. Karn dankte der Firma Röder für die Bereitstellung des Übungsobjektes.

Nach der Aufrüstung der Einsatzfahrzeuge im Gerätehaus lobte Gemeindebrandinspektor Bernd Röder die Reichenbach Wehr nicht nur für die erfolgreiche Übung sondern auch für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Für ihre Unterstützung der Wehr dankte er auch den anwesenden Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung sowie der Jugendfeuerwehr. Besonders begrüßte er den Ehrenvorsitzenden Dieter Horn. Peter Karn wies noch auf die vorweihnachtliche Feier am 25. 11. in der Traube hin. Ferner würden noch Helfer für die Begleitung der Laternenumzüge zum Martinstag gesucht. Mit von Grillmeister Bernd Müller gegarten Würstchen und Steaks stärkten sich die Feuerwehrleute zum Abschluss. koe/Fotos: koe

              

Abschlussübung am Samstag, den 28.10.2017 um 14:30 Uhr

Die Wehrleitung erinnert auch auf diesem Wege noch einmal an die am kommenden Samstag stattfindende jährliche Abschlussübung.

Sie bittet insbesondere die Mitglieder der Einsatzabteilung, der Jugendfeuerwehr und der Alters- und Ehrenabteilung um zahlreiches Erscheinen.

Insbesondere ist aber auch die Bevölkerung zur Abschlussübung eingeladen, um sich über den Ausbildungs- und Ausstattungsstand der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach ein Bild zu machen.

Treffpunkt ist das Gerätehaus im Brandauer-Klinger-Weg 5 in Reichenbach.

Unfall mit eingeklemmter Person

Ein realistisches Szenario aufgebaut war für eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach (16.07.2017) neben dem Graulbach an der L 3098 zwischen Reichenbach und Beedenkirchen. Im Straßengraben lag ein PKW auf dem Dach mit einer eingeklemmten Person. Bei der sonntäglichen Übung rückte zuerst Einsatzleiter Alexander Eckel zum Einsatzort aus und inspizierte den Unfallort, wobei er noch ein aus dem Fahrzeug geschleudertes Kind im Gras entdeckte. Die nachrückenden Gruppen auf dem Tanklöschfahrzeug TLF und dem Löschfahrzeug LF mit den Gruppenführern Simone Eckel und Klaus Trodt begannen sofort mit der Absicherung der Unfallstelle und des umgestürzten Unfallfahrzeuges. Mit hydraulischen Werkzeugen verschaffte man sich Zugang zu dem zusammengedrückten Unfallwagen, um die eingeklemmte Person zu befreien, was keine leichte Aufgabe war, da der obenliegende Wagenboden von dem Dach abgehoben werden musste. Nachdem die Person gerettet war, beendete der stellvertretende Wehrführer Reiner Humpert die Übung. Trotz Umleitungsstrecke war der Straßenverkehr relativ gering. Bei einem echten Unglücksfall hätte man noch die Beedenkirchener Wehr zur Sperrung der Straße alarmiert, ebenso natürlich auch die entsprechenden Rettungswagen. Nachdem das Schrottfahrzeug wieder weggeräumt worden war, erfolgte eine Manöverkritik in der Feuerwehrunterkunft. Simone Eckel, die zum ersten Mal eine Löschgruppe geleitet hatte, bedankte sich bei ihren Kameraden, dass sie ihren Anweisungen gefolgt seien. Der Einsatz sei eine interessante Erfahrung für sie gewesen. Einsatzleiter Alexander Eckel lobte die Wehrführung, eine so realistische und anspruchsvolle Übung gestaltet zu haben. Er erinnerte dabei daran, dass es wichtig sei, die eingeklemmte Person soweit wie möglich zu schonen und jegliche Lärmbelästigung zu vermeiden. Reiner Humpert fand die Aufstellung der Fahrzeuge positiv, so dass genügend Platz zum Arbeiten vorhanden war und auch der Verkehr nicht mehr als notwendig behindert wurde. Insgesamt war er mit dem Übungsablauf sehr zufrieden, der im Zeitrahmen geblieben sei. koe/Fotos: koe